Bethany Hamilton ist mir ein großes Vorbild. Was ich damit meine, will ich erst einmal mit einer Geschichte erklären.

Es war einmal ein König.

Er schickte seinen Feldherrn mit Soldaten los und befahl ihnen Folgendes: „Geht und vernichtet meine Feinde!“

Und so zog der Feldherr mit den Soldaten los.

Es vergingen viele Monate und keine Nachricht drang zum König. Da schickte er endlich einen Boten hinterher. Der sollte erkunden, was geschehen war.

Als der Bote das feindliche Gebiet erreicht hatte, traf er auf ein  Lager, aus dem schon von weitem das fröhliche Treiben eines Festes zu hören war. Gemeinsam an einem Tisch fand er dort den Feldherrn und seine Soldaten zusammen mit den Feinden des Königs.

Der Bote ging zum Feldherrn seines Königs und stellte ihn zur Rede: „Was soll das? Du hast deinen Befehl nicht ausgeführt! Du solltest die Feinde vernichten. Stattdessen sitzt ihr zusammen und feiert.“

Da sagte der Feldherr zum Boten: „Ich habe den Befehl des Königs sehr wohl ausgeführt. Ich habe die Feinde vernichtet – ich habe sie zu Freunden gemacht!“

Was für ein genialer Schachzug.

 

Wer sind deine Feinde?

Auch du und ich kämpfen jeden Tag gegen viele „Feinde“ an und versuchen, sie zu vernichten. Ich meine in diesem Artikel nicht wirkliche Menschen, sondern Probleme, Situationen, Ängste. Behinderungen.

Dinge, bei denen du das Gefühl hast, dass sie dich fertig machen wollen.

Manchmal ist die Lösung, diesem Feind aus dem Weg zu gehen.
Manchmal können wir den Feind auch vernichten.
Und manchmal liegt die einzige Lösung darin, diesen Feind zum Freund zu machen.

Gerade dann, wenn du weißt, dass dieser Feind nie aus deinem Leben verschwinden wird. Zum Beispiel eine Behinderung. Oder ein Umstand, der sich nicht ändern lässt. Dann ist es Zeit, dass wir uns mit diesem Feind anfreunden.

 

Wie Bethany Hamilton ihren schlimmsten Feind besiegte

Ein gutes Vorbild  ist Bethany Hamilton. Die damals 13-jährige verlor 2003 beim Surfen durch einen Tigerhai ihren linken Arm. In dem biographischen Film „Soul Surfer“ wird ihre bewegende Geschichte erzählt.

Bethany Hamilton verlor ihren Arm und erhielt einen Feind in ihrem Leben – die Behinderung.

Bis sie sich entschied, diesen Feind zum Freund zu machen.

Sie freundete sich mit ihrer Behinderung an und glaubte, dass Gott keine Fehler macht. Und dass sie auch mit Behinderung noch viel erreichen kann.

Mit dieser neuen Freundschaft stand Bethany Hamilton bald wieder auf dem Surfbrett.
Sie gewann Wettbewerbe.
Sie brachte anderen Menschen das Surfen bei.

Und gerade wegen ihrer Behinderung wurde sie für viele Menschen ein echter Hoffnungsträger. Mittlerweile hat sie inspirierende Bücher geschrieben und vielen Menschen Mut gemacht.

Hier ein paar Zitate von Bethany Hamilton:
„Mut bedeutet nicht, dass man keine Angst hat. Mut bedeutet, dass Furcht dich nicht stoppen kann.“

„Meine Leidenschaft für das Surfen war stärker als meine Angst vor Haien.“

„Fähig zu sein, sich an Jesus zu wenden  – das hielt mich nach der Hai-Attacke am Leben.“ 

Ich wünsche dir, dass du noch viele Feinde zu deinen Freunden machst. Und mit diesen neuen Freunden viele Siege feierst.