Ich brenne darauf dir meinen Schlüssel mitzugeben, wie ich für meine Berufung brenne statt ausbrenne. Und wie du dies ebenfalls erleben kannst.

Denn zur Adventszeit sollen nicht nur die Kerzen auf dem Tisch brennen.

Außerdem liest du in diesem Artikel,

  • warum ich im Sommer so oft im Park war.
  • wer mein bester Freund ist.
  • was deine wichtigste Berufung ist.

Lass mich mit einer Geschichte starten.

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Wie das Renovieren frische Farbe in ihr Leben brachte

Sie ist nett.
Sie ist 36 Jahre alt.
Sie ist ledig.

Eva arbeitet als gelernte Kauffrau in einer Nonprofit-Organisation.

Sie arbeitet gut.
Sie ist für den Chef eine echte Entlastung.
Und immer öfters übernimmt sie die Aufgaben der Kollegen.

Es wartet schließlich keiner auf sie.

Also nimmt sich Eva auch immer wieder Arbeit mit nach Hause. Im Büro wird der Stapel an Aufgaben stetig größer. Und immer öfters kommt sie genervt nach Hause.

Aber dort wartet keiner auf sie.

Deshalb verplant Eva die meisten Abende mit Freunden. Manchmal, um sich einfach nur zu unterhalten. Meistens aber, um zu helfen.

Beim Babysitten.
Bei Umzügen.
Bei Beziehungsproblemen.

Dieses Gebraucht-werden fordert zwar ganz schön Energie, aber es stillt gleichzeitig ein tiefes Bedürfnisse in Eva.

Trotzdem wird der Frust immer größer.
Es nervt sie, die Arbeiten anderer zu übernehmen.
Sie fühlt sich erdrückt von den ganzen Erwartungen.

Aus Frust ernährt sich Eva extrem ungesund.
Und für Sport hat sie auch kaum Zeit.

Und dann passiert es.

 

Beim Renovieren lernt sie ihn kennen.
Er heißt Micha, ist 38 Jahre alt, ledig und sieht extrem gut aus.
Die beiden verabreden sich für einen Spaziergang im Park.

Seitdem ist die Welt irgendwie rosiger.
Durch die Großraumbüros geht Eva nun meist mit einem breiten Lächeln.
Sie wirkt ausgeglichener, gelassener und fröhlicher.

Aber nicht nur das.

Als der Chef sie kurz vor Feierabend bittet, heute noch die Präsentation zu überarbeiten, vertröstet Eva ihn auf morgen.
Denn heute Abend hat sie etwas vor und will pünktlich Feierabend machen.
Denn heute Abend wartet jemand auf sie.

Und so sieht man Eva immer öfters, wie sie effektiv arbeitet und ihre Aufgaben fröhlich erledigt, aber auch frühzeitig Feierabend macht.
Ab und zu kocht Eva mit Micha nach Feierabend zusammen ein leckeres Gericht, anstatt sich wie vorher eine Pizza in den Ofen zu schieben.
Manchmal gehen sie anschließend angeregt durch den Park spazieren oder sitzen einfach nur entspannt auf dem Sofa.

Und der Hausarzt von Eva? Er ist zufrieden.
Denn ihre Blutwerte haben sich erheblich verbessert.
Die Stresshormone sind rapide reduziert und die Glückshormone haben sich dafür verdoppelt.

Eva ist gesünder, entspannter und glücklicher.

Eva ist verliebt!!

 

Der Schlüssel für deine Berufung

Mit dieser ausgedachten Eva will ich dir einen Juwel an Wahrheit mitgeben, der mich selbst in den letzten Monaten bereichert hat.

Um diese Wahrheit zu verdeutlichen, habe ich dir Eva vorgestellt. In der Geschichte steckt ein ganz wichtiges Prinzip, wenn es um Gelassenheit und Brennspiration geht.

Wenn wir verliebt sind, dann ändert sich irgendwie auch alles andere. Andersrum gilt dies aber nicht: Wenn wir alles andere ändern, sind wir nicht automatisch verliebt.

Stell dir vor, wir hätten Eva die ganze Zeit beobachtet.
Wir sehen, was sie tut und wie sie sich verhält. Wie es ihr geht.
Vorher und nachher.

Nur Micha können wir nicht sehen. Micha ist unsichtbar.

 

 

Wir beobachten, wie Eva nun pünktlicher Feierabend macht und fröhlich in der Küche kocht.
Wir sehen, wie Eva entspannt Spazieren geht und anscheinend Selbstgespräche führt.
Wir finden Eva auf der Couch wieder, wie sie einfach nur dort sitzt und nichts tut.

Der Arzt erzählt uns, dass sich die Blutwerte von Eva verbessert haben.
Die Kollegen berichten davon, dass Eva glücklicher und ausgeglichener wirkt.
Die Freunde bestätigen, dass Evas Selbstbewusstsein stärker geworden ist.

Und nun stell dir vor, du müsstest eine Erklärung für ihren neuen Zustand finden.

Die Antwort läge auf der Hand, oder?

  • Eva hat gelernt, Nein zu sagen.
  • Sie hält ihre Grenzen ein.
  • Sie gibt der Arbeit die angemessene Priorität – nicht zuviel und nicht zuwenig.
  • Eva tankt öfters auf, indem sie einfach nur mal dasitzt oder durch den Park spaziert.
  • Sie kocht selbst und ernährt sich gesund.

Eva hat Vieles in ihrem Leben verändert. Kein Wunder, dass sie jetzt viel mehr lächelt, entspannter wirkt und vor Energie sprüht.

Oder?

Nein – so klar ist das nicht.

 

DAS muss passieren, damit du für deine Berufung brennst

Ich habe in den letzten Jahren immer wieder Tipps gegeben, wie du entspannter und gesünder leben kannst.

Früher Feierabend machen, das Nein-Sagen einüben, im Park Spazieren gehen oder einfach nur auf dem Sofa sitzen. Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

All diese Dinge sind extrem gesundheitsfördernd. Sie sind gut für dich. Durch solche Maßnahmen bringst du deinen Stresslevel nach unten.

ABER.

Aber ohne Micha in Evas Geschichte fehlt ein ganz elementarer Teil. Denn ohne Micha hätte Eva die ganzen Veränderungen gar nicht eingeläutet.

Micha war die Motivation, dass Eva überhaupt Dinge im Leben geändert hat.

Micha war nicht nur ein Mittel zum Zweck, um gesünder zu leben. Sondern andersherum: Die gesunden Veränderungen waren entweder ein Resultat ihrer Liebe zu Micha. Oder sie waren Mittel zum Zweck, um die Liebe zu Micha zu vertiefen.

Sie hat zum Beispiel Arbeit abgelehnt und früher Feierabend gemacht, DAMIT sie die Liebe zu Micha vertiefen kann.

Ich musste in den Park gehen, um das Herzstück des Lebens neu zu entdecken

Ja, das Wort ist so ausgelutscht wie meine alten Sandalen. Es wurde so oft missbraucht und missverstanden. Und manche Männer können gar nichts damit anfangen.

Und doch bist du genau dafür geboren: für die Liebe.

Du kannst sie auch anders nennen. Eine beste Freundschaft, vertraute Beziehung oder tiefe Verbundenheit. Es ist eine Art von Beziehung, die dich reicher macht als Donald Trump. Sie ist sättigender als ein lebenslanger All-You-Can-Eat-Gutschein bei Möwenpick.

Genau das habe ich diesen Sommer neu erlebt.

Seit Monaten ging es mir nicht gut. Berufliche Herausforderungen haben mich so sehr gestresst, dass ich fast depressiv geworden bin. Ich war ausgelaugt, fühlte mich hilflos.

Aber dann habe ich angefangen, viele Stunden einfach nur Zeit mit Gott zu verbringen. Ich brauchte eine neue Begegnung mit meinem Erschaffer.

  • Bibelverse meditiert.
  • Bücher gelesen.
  • Oder einfach nur im Park dagesessen und vor Gott stille gewesen.

 

 

Es kam nicht über Nacht, aber immer stärker habe ich mich neu in Gott verliebt. Unsere Freundschaft ist wieder aufgelebt wie zwei Kameraden, die sich lange nicht gesehen haben.

Dabei war ich ja auch vorher schon Christ und habe fromme Dinge getan.  Ich habe gepredigt, gebetet, regelmäßig in der Bibel gelesen. Aber ich hatte die Liebe verloren.

Und das ist das Fatale.

Wir können aktiv sein – sogar für Gott.
Wir können religiös sein – und andere profitieren noch davon.
Wir können sogar so beten, dass andere uns als Vorbild sehen.

Und doch können wir das alles tun, ohne ein bisschen Liebe für Gott zu empfinden. Ohne dass die Freundschaft mit Jesus uns wirklich satt macht.

Diese fatale Erkenntnis kam mir, nachdem ich wieder das Gegenteil erlebt habe.

In einem Zeitraum von einigen Wochen habe ich die liebevolle Vertrautheit mit Gott wieder neu erlebt. Die Ängste verblassten langsam. Freude machte sich breit. Und mir wurde wieder bewusst, worum es im Leben eigentlich geht, nämlich um diese vertraute liebevolle Beziehung zwischen Gott und Mensch.

Jawohl, das Herzstück, die Motivation und der Zweck unseres Tuns und Seins ist die liebevolle Vertautheit mit Gott. Daraus ergibt sich alles andere.

Du kannst stressfrei leben, Entspannungs-Experte sein, Leidenschaften entwickeln – und trotzdem am wahren Grund des Lebens vorbei leben.

Andersherum gilt:

Wenn du den wahren Grund des Lebens aktiv lebst, dann wirst du automatisch stressfreier, entspannter und mit mehr Elan und Brennspiration leben. Denn in der Vertrautheit mit Gott ist es unmöglich, Stress zu empfinden oder Angst zu haben. Denn die totale Liebe treibt die Angst weg.

In dieser vertrauten Beziehung mit Gott leben wir unsere wahre Berufung.

Der Apostel Paulus hat es so ausgedrückt:

“Darauf könnt ihr euch verlassen, denn Gott steht zu seinem Wort. Er selbst hat euch ja dazu berufen, untrennbar mit seinem Sohn, unserem Herrn Jesus Christus, verbunden zu sein.”
(1. Korintherbrief 1, 9) 

Diese untrennbare Verbundenheit oder Gemeinschaft (im Griechischen Koinonia) ist eine zutiefst vertraute Partnerschaft. Im Englischen bin ich bei diesem Begriff auf die Beschreibung “Social Intercourse” gestoßen, eine Vereinigung auf der höchsten Ebene, ein geistliches Befruchten, eine Beziehung die mit heiliger Erregung und göttlichen Emotionen zu tun hat.

Die wahre Freundschaft mit Gott bringt pure und höchste Freude.

Mein Namensvetter in der Bibel hat Jesus hautnah miterlebt. Er lehnte beim Essen an seiner Brust, hat drei Jahre mit ihm verbracht und schrieb später ein paar Briefe. Gestartet ist er folgendermaßen:

“… was wir gesehen und gehört haben, verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und zwar ist unsere Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Und dies schreiben wir, damit unsere und eure Freude vollkommen sei.”
(1. Johannesbrief 1)

Warum wollte Johannes von der Gemeinschaft mit Gott schreiben? Damit die Freude vollkommen ist – also aus allen Körperöffnungen herausstrahlt.

Denn die Freundschaft mit Gott bringt pure und höchste Freude.

 

Ein Mittagessen für 5 Millionen Dollar

Warren Buffett ist mit 87 Milliarden Dollar einer der reichsten Menschen der Welt. Jedes Jahr versteigert er ein Mittagessen mit sich für einen guten Zweck. Die höchste Summe, die je gezahlt wurde, sind bis jetzt ca. 5 Millionen Dollar!

5 Millionen Dollar für ein Mittagessen. Mit einem gewöhnlichen Menschen, der genauso aufs Klo muss wie du.

Und nun sagt Jesus Christus, der Mit-Schöpfer des Universums und der größte Held der Menschheitsgeschichte: Ich will dein Freund sein. Nicht nur ein Mittagessen mit mir, sondern eine lebenslange Freundschaft.

Christus – der schon längst da war, als die Welt noch nicht geschaffen war.
Christus – den gerade jetzt Millionen von Engeln anhimmeln.
Christus – der alles kann, alles weiß, alles sieht und dem NICHTS im Wege steht.

Dieser Jesus Christus will unser Freund, unser Geliebter, unser Vertrauter sein.

Das Beste ist – für diese Freundschaft müssen wir nichts zahlen, sondern im Gegenteil. Jesus selbst hat bezahlt.

Jesus hat seine Ehre und Würde hergegeben.
Er hat seinen Rücken hingehalten, damit man ihn auf bestialische Weise zerfetzt.
Und dann hat er sich kreuzigen lassen und unter Schmerzen geschrieen: Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

Diese Liebe verändert alles.

 

Drei ??? für mehr Gelassenheit und Brennspiration

Der Sommer liegt nun hinter uns. Inzwischen gehen wir auf die kältere Jahreszeit zu. Und auch ich merke, dass meine Liebe zu Gott im Alltag schnell erkalten kann.

Deshalb ist es – so glaube ich – unsere höchste Priorität, diese Liebe immer wieder zu entfachen. Ich glaube, die wichtigste Aufgabe im Alltag ist, uns in Gott zu verlieren und in ihm aufzublühen. Gott und die Beziehung zu ihm ist das Wesentlichste, wozu wir überhaupt geschaffen sind.

Es ist eine wunderbare Berufung, die aber auch gelebt werden will. Die Beziehung zu meiner Frau vertieft sich auch nicht automatisch. So wie Eva extra früher Feierabend gemacht hat, müssen auch wir bewusste Entscheidungen treffen. Um Gott in der Stille zu finden und wieder zur Ruhe zu finden.

Vielleicht fühlst du dich momentan gestresst und ausgepowert?
Du bist aktiv und hilfst anderen Menschen?
Aber du hast irgendwie vergessen, worum es eigentlich geht?

Die Adventszeit ist eine ideale Gelegenheit, wieder neu zur Quelle der Brennspiration zu finden. Drei Fragen will ich dir dafür mitgeben:

  1. Warum mache ich gerade das, was ich tue? Was treibt mich an?
  2. Wie sieht meine persönliche Beziehung zum Allmächtigen aus – bin ich versöhnt und vertraut mit Gott?
  3. Wie kann ich diese Vertrautheit mit Gott wieder stärker aufleben lassen?

Ich wünsche dir eine stressfreie neu entflammte Adventszeit, sodass du wieder neu brennst für den, um den es im Leben geht.

Und falls du generell wieder brennspirierter deine Berufung leben willst, habe ich einen Kurs für dich entwickelt. Schau doch einfach mal rein bei “Wie du die Stress-Falle besiegst und mit mehr Vitalität deine Berufung lebst”.

Lebe brennspiriert,

Johannes