in diesem Blog liest du

  • den Grund für meine Sommerpause,
  • die Geschichte vom tragischen Tod des Adlers,
  • warum ich mit dem Beduinen Händchen gehalten habe,
  • wie wichtig das Loslassen und Festhalten ist,
  • wie Gott mich berührt hat.
  • Du kannst den entsprechenden Podcast HIER hören.

    Der tragische Tod des Adlers

    „Es war einmal ein kleiner Junge, der ein Adler sein wollte.

    Er bestieg einen hohen Hügel und sah sich von dort aus in der Ferne um. Es dauerte nicht lange und dann sah er ihn; majestätisch, beeindruckend und groß. Souverän und erhaben kreiste der Adler mit seiner mächtigen Spannweite seiner Flügel durch die endlose Weite des Himmels.

    Plötzlich blickte der Adler auf einmal tief nach unten. Er hat eine Beute entdeckt.

    Der Junge sah wie der Adler in atemberaubender Geschwindigkeit hinunterstürzte und dort im hohen Gras seine Beute fing. Der Adler flog wieder mit kräftigen Flügelschlägen himmelwärts.

    Doch dann passierte etwas sehr ungewöhnliches.

    Der Junge beobachtete wie der Flug des Adlers immer unregelmäßiger und schwerfälliger wurde.

    Der Flug des Adlers geriet ins Stocken und er stürzte ab und schlug mit einem schrecklichen Geräusch auf dem Boden auf.

    Der Junge lief sofort den Hang hinunter zu der Stelle wo der Adler heruntergefallen war. Als der Junge nach einer Weile des Suchens zur Absturzstelle kommt, liegt der Adler regungslos vor ihm dar.

    Der Junge traute sich näher an den Adler heran und stieß im sanft gegen die Flügel. Aber der Adler rührte sich nicht. Er war tot. Nun war der Junge aber neugierig was den Adler getötet hat.

    Er schaute in die Fänge des Adlers und sah die Beute, die er kurz zuvor gefangen hatte, ein kleines Wiesel.

    Dann sah der Junge allerlei kleine Wunden am Bauch des Adlers. Und da begriff der Junge was passiert war. Der Adler hatte das kleine Wiesel gepackt und war mit ihm weggeflogen. Das Wiesel aber hatte sich mit aller Macht gewehrt und immer wieder in den Bauch des Adlers gebissen.

    Der Adler hatte sich jedoch geweigert, das Wiesel loszulassen. Er wollte seine Beute mitnehmen auf dem Flug zur Sonne.

    Die Beute jedoch wurde zu seinem Tod.“

    Nacherzählt aus dem Buch: „Geboren um zu fliegen“

     

    Wie du leichter loslassen kannst

    Ja, es ist manchmal tatsächlich wichtig, loszulassen. Ansonsten kann es mich viel Zeit, Kraft oder gar ein Stück meines Lebens kosten.

    Das mag eine Beziehung sein, eine Aufgabe oder auch das Denken, ich müsste es immer richtig und allen recht machen. Dieser Stress kann ganz schön auf den Magen schlagen.

    Manchmal fällt es mir aber gar nicht so leicht, Dinge loszulassen.

    Ich will die Dinge schließlich in der Hand, und das Leben fest im Griff haben.

    Was ist die Lösung?

    Ich kann loslassen, weil jemand anderes festhält.

    Der nächste Satz hat mir in der letzten Woche eine dicke Portion Gelassenheit überreicht, sodass ich manches einfach mal loslassen kann:

     

    “Du, Gott, hältst mich bei meiner rechten Hand.”

     

    Wow – was für ein geniales Versprechen. Ich müsste jetzt einen ganzen Aufsatz schreiben, um nur ansatzweise die Tiefe und das Gewicht dieser Aussage zu beschreiben.

    Der unbesiegbare, atemberaubende, grandiose und mächtige Gott hält mich kleinen Erdenbürger an der Hand.

    Und zwar mit einer Kraft, die mich vor ALLEM beschützen kann.
    Mit einer Sanftheit, die mich seinen Händedruck genießen lässt.
    Mit einer Nähe, die mich spüren lässt, worum es im Leben eigentlich geht.

    Ja, der Satz hat mich in der letzten Woche richtig berührt. Nein, das stimmt so nicht. Dieser GOTT hat mich in der letzten Woche berührt.

    Warum ich eine Sommerpause mache

    Je satter ich bin, desto hungriger werde ich.

    Nicht beim Essen – das wäre sonst nicht nur teuer, sondern auch ungesund.

    Nein, so geht es mir in meinen Begegnungen mit Gott.

    Weil mein Hunger geweckt und meine Sehnsucht verstärkt wurde, will ich mehr von Gott.

    Das wiederum braucht Zeit und Ruhe.

    Deshalb werde ich mit Podcast, Blog und E-Mails eine Pause einlegen. Wie lange, das weiß ich noch nicht, aber ich will die Zeit bewusst nutzen, um Gottes Hand neu zu spüren. Um mir Ruhe und Auszeiten zu gönnen. Und um neu hinzuhören, was ich in Zukunft eher loslassen sollte und woran ich festhalten will – besonders was den Podcast und meinen Blog betrifft.

    Für die nächsten Wochen wünsche ich dir ebenfalls, dass du gelassen Dinge loslassen kannst. Weil du weißt, dass jemand alles in der Hand hat.

    Liebe Grüße,

    Johannes