In diesem Beitrag zu Stress-Symptomen wirst du lesen

  • was Stress-Symptome sind und wie es dazu kommt
  • warum es lebensgefährlich ist, wenn du nicht auf die Anzeichen achtest
  • welche sechs Schritte dich zum Entspannungs-Helden machen

Stress-Symptome machen dich stärker

Lass es mich vorwegnehmen: Stress ist gut. Zumindest der richtige Stress. Im richtigen Maß.

Ich meine den Stress, der dich stärker macht und dein Leben erhellt. Zum Beispiel weil du gleich auf die Bühne musst, um den ersten Preis in Empfang zu nehmen. Oder die positive Adrenalinbombe, weil du gerade mit der schönsten Frau sprichst, die je auf Instagramm gepostet wurde. Ja, es gibt viele schöne Stressmomente, auf die wir nicht verzichten wollen.

 

Stress-Symptome können gut sein

 

Auch unangenehmer Stress kann uns stärker machen und wirklich gut sein. Zum Beispiel das ungute Gefühl, wenn du durch einen dunklen Park gehst. Dein Puls schlägt schneller. Du bist besonders achtsam und vorsichtig. Es könnte dein Leben retten.

Auch ein gewisses Maß an sorgenvollen Gedanken an die Zukunft kann dich stärker machen. Weil du dich dadurch vorbereitest. Du bildest dich vielleicht weiter oder suchst nach anderen Optionen für den Fall, dass sich die momentane Situation ändert. Es könnte dich beruflich retten.

Also, Stress ist erst mal nicht nur schlecht. Um diesen Beitrag zu fokussieren, geht es in diesem Text allerdings um die negativen Stress-Symptome.

Stress-Symptome, die unangemessen stark und intensiv sind.
Stress-Symptome, die dich kaputt machen und tödlich sein können.
Stress-Symptome, auf die du liebend gerne verzichten willst. Und kannst.

 

Stress-Symptome – kurze Statistik und Geschichte

Die Weltgesundheitsorganisation benannte Stress als die Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts. Und das aus klaren Gründen:

  • 50-60% aller Fehltage in Deutschland kommen durch Stress – das sind ca. 6 Millionen Krankheitstage.
  • Jeder dritte Berufstätige arbeitet am Limit und fühlt sich stark erschöpft.
  • Jeder fünfte Berufstätige erlebt Stress-Symptome, die schon fast Burnout-gefährdet sind.
  • Die Krankenkassen melden 400.000 Burnout-Erkrankungen pro Jahr.

Egal, wieviele Stresssymptome du erlebst – du bist nicht alleine. Es gibt tausende, die gerade mindestens genauso gestresst sind wie du. Das ist die tröstende Nachricht.

Die schlechte Nachricht – auch alle Krebskranken in Deutschland sind nicht alleine. Trotzdem will keiner dazugehören. Nur weil etwas schon fast normal geworden ist, müssen wir uns nicht einfach damit abfinden. Wir können etwas tun – und der erste Schritt ist eben, Stress-Symptome und ihre Ursachen erst mal zu verstehen.

 

Wie Stresssymptome entstehen

Das Wort “Geil” gibt es schon seit dem 8. Jahrhundert – auch wenn sich die Bedeutung geändert hat. Stress dagegen wurde erst 1936 eingeführt. Also ein hochaktueller Begriff.

Hans Selye war nicht nur ein österreichisch-kanadischer Forscher, sondern eben auch der Erfinder dieses Wortes. Er wollte mit dem Wort Stress beschreiben, was im Körper geschieht, wenn dieser belastet und herausgefordert wird. Um dies zu verdeutlichen, hilft dir die Grafik des gesunden Stress-Kreislaufs.

Wir alle befinden uns in einem ständigen Kreislauf von Impulsen, Reaktionen, Symptomen und Erholung.

 

Gesunder Kreislauf Stress-Symptome

Phase 1: Stressoren

Jeden Tag wirst du überschüttet mit Impulsen. Man spricht auch von Stressoren. Weil sie eben Stress-Symptome auslösen können. Diese Impulse nimmst du über deine fünf Sinnesorgane wahr. Viele viele Tausend Impulse pro Tag. Hier nur mal ein paar Beispiele:

  • Der Straßenlärm, den du schon fast nicht mehr wahrnimmst
  • Der fiese Toilettengeruch, der dir auch noch zurück am Schreibtisch in der Nase sitzt
  • Die kalten Füße oder – andersherum – das überhitzte Büro
  • Die ständige Werbung über Facebook, Internet oder Reklameschilder
  • Deine tägliche Betriebsamkeit, die deine Konzentration fordert
  • Der Schnupfen oder die Rückenschmerzen, die dich plagen

Es ist unglaublich, was deine Schaltzentrale im Gehirn jeden Tag verarbeiten muss. Alles, was du siehst, hörst, tastest, riechst und schmeckst, will verarbeiten werden. Und das sind erst nur die alltäglichen typischen Impulse.

Hinzu kommen jetzt noch die besonderen Herausforderungen.

  • Der gestrige Ehestreit, über den du heute noch grübelst
  • Die neue Aufgabe, die eine Nummer zu groß erscheint
  • Die Sorge vor dem nächsten Monat und wie es weitergeht
  • Die Liste kann unendlich lang sein. Du kennst wahrscheinlich deine eigenen Herausforderungen?

Wichtig zu wissen: Diese Stressoren sind noch nicht der Stress. Der Stress kommt erst durch die Art, wie wir auf diese Dinge reagieren. Denn es gibt unzählige Beispiele, in denen zwei Personen in derselben Situation völlig anders reagieren. Die eine ist völlig gelassen, während der andere mit einem hochroten Kopf versucht, den Puls wieder in den Normalbereich zu steuern.

Prof. Dr. Med Gerhard Uhlenbruck hat mal gesagt: “Stress ist, wenn man nicht nur der Arbeit nachgeht, sondern die Arbeit einem selbst nachgeht.”

 

Stress-Symptome durch unsere Reaktion

 

Phase 2: Reaktion

Manchmal reagierst du sehr bewusst und entschieden. Oft aber unbewusst oder fast schon reflexartig. Trotzdem bist du es, der darauf reagiert.

Eine andere Person würde vielleicht ganz anders handeln. Oder auch nicht handeln. Dies ist sehr wichtig zu verstehen, denn hier kannst du später ansetzen, wenn du deine Stress-Symptome reduzieren und ein tragisches Ende vermeiden willst.

Deine persönliche Reaktion kann also ganz unterschiedlich aussehen.

  • Über den Ehestreit grübelst du vielleicht lange nach, aber du gehst dem nächsten Gespräch trotzdem aus dem Weg.
  • Die neue Aufgabe gehst du mit besonders viel Elan an, weil du natürlich zeigen willst, was du kannst.
  • Die Sorge vor der Zukunft unterdrückst du dafür lieber.

Deine Reaktion ist also entweder Flucht, Abwehr oder Angriff.

Egal, wofür du dich entscheidest – jede Reaktionen löst Stresssymptome aus. Und zwar abhängig davon, wie du reagierst. Die Frage ist nicht, ob du Stress-Symptome hast, sondern wie stark und wie lange diese zu spüren sind.

Wie dein Körper reagiert

Zusätzlich zu deiner persönlichen Reaktion oder auch Nicht-Reaktion löst jeder Stressor (Impuls) eine körperliche Reaktion aus. Lass mich hier ein bisschen ins Detail gehen. Es ist schließlich immer gut, wenn du auf einer Feier mit ein paar medizinischen Fachbegriffen um dich werfen kannst. Solange das kein Stress bei den Gesprächspartnern auslöst.

  • Der Botenstoff Corticotropin Releasing Factor (CRF) wird ausgeschüttet.
  • Anschließend setzt sich Adrenokortikotropen Hormons ACTH frei.
  • Daraufhin jagt Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol durch deinen Körper.

Es ist also richtig viel los in dir.

Diese verschiedenen Botenstoffe bewirken, dass sich die Blutgefäße verengen, dein Herz schneller klopft, der Blutdruck steigt und dein Körper in Alarmbereitschaft ist. Nur um schon mal ein paar Stress-Symptome zu nennen.

Diese Stresssymptome sind erst mal gut und richtig wichtig – denn dadurch bist du hellwach und kannst in einer möglichen Gefahr viel schneller reagieren.

Die richtige Reaktion auf Stress-Symptome

Vor kurzem ging ich zum Beispiel Spazieren und ein großer Hund kam hechelnd auf mich zu. Mein Puls ging automatisch schneller und mein Körper war in höchster Alarmbereitschaft. Das war ja auch verständlich. Der Hund hätte mich schließlich angreifen und mich tot beißen können. Meine Kinder müssten dann ohne Vater aufwachsen.

Und was wäre mit meinem neuen Lesesessel passiert? Hätte ich ihn dann umsonst gekauft? Deshalb raste mein Puls und ich war auf Kampf eingestellt. Ich musste schließlich mein Leben und meinen Lesesessel verteidigen.

Als mich der Pudel mit seinen treuen Augen liebevoll anschaute und an mir vorbei lief, konnte ich wieder durchatmen. Die Lebensgefahr war vorüber.

Was will ich sagen? Meine Reaktion hing sehr stark davon ab, wie ich über Hunde denke und welche Erfahrungen ich mit ihnen gemacht habe. Diese Reaktion wiederum bestimmte die Intensität und Art meiner körperlichen Hormonausschüttungen. Bei einer alten Freundin und Hundeliebhaberin wären in derselben Situation Glückshormone wie Dopamin oder Endorphin durch den Körper geschossen. Während ich mit Adrenalin und Cortisol zu kämpfen hatte.

Gleicher Impuls, aber unterschiedliche Reaktion. Bei ihr ein positiver Stress. Bei mir ein negativer.

Es kommt auf die Häufigkeit und Intensität an

Nun, bei solch einer kleinen Begebenheit ist alles noch im grünen Bereich, WENN die überschüssigen Hormone schnell wieder abgebaut werden. Das ist in den meisten Fällen auch üblich.

Gefährlich wird es, wenn die Stress-Symptome zunehmen und wir nicht mehr alles verarbeiten können. Dann fängt unserer innerer Computer an, überlastet zu werden.

Die Stress-Symptome nehmen zu. In dem nächsten Artikel gehe ich weiter darauf ein, wie wir unsere Reaktion viel besser kontrollieren und somit auch die Stress-Symptome reduzieren können. An dieser Stelle will ich nur schon mal eine ganz wichtige Tatsache festhalten:

Wir haben keinen Stress, sondern wir machen Stress.

 

Stress-Symptome sind selbstgemacht

 

Wir produzieren den Stress selbst. Und zwar dadurch, dass wir auf eine ganz bestimmte Art reagieren. Mit dieser Reaktion produzieren wir Stress-Symptome. Das ist schon mal eine sehr gute Nachricht.

Denn es bedeutet, dass wir die Stress-Symptome auch deutlich reduzieren können. Wie gesagt, mehr dazu im nächsten Artikel. Hier wollen wir erst mal verstehen, wie der normale Stress-Kreislauf aussieht. Weiter also mit der nächsten Phase, den Stress-Symptomen.

 

Phase 3: Stress-Symptome

Wie so oft kommt es auf die Dosis an, ob etwas Gift oder Medizin ist.

Das Stresshormon Cortisol ist zum Beispiel lebenswichtig. Es hat Einfluss auf den Blutzucker und den Fettstoffwechsel. Es verzögert die Wasserausscheidung und wirkt entzündungshemmend.

Ungesund und gefährlich wird es allerdings, wenn die Cortisolwerte längerfristig ansteigen. Dadurch wird dein Körper in eine ständige Alarmbereitschaft versetzt, damit du im Notfall genügend Energie zur Verfügung hast. Das führt wiederum zu mehr Hunger und so fängst du an, mehr zu essen als du brauchst. Die Folge kannst du dir denken.

Ein andere Folge von erhöhten Cortisolwerten ist das angeknackste Immunsystem. Du wirst müder, fühlst dich schlapper und kannst die ungebetenen Viren-Gäste nicht mehr abwehren. Sie besuchen dich immer öfters.

Wir könnten uns noch verschiedene andere Auswirkungen anschauen, wenn zu viele Hormone ausgeschüttet werden. Sie alle zeigen: Starke Stress-Symptome bewirken massive Veränderungen auf zellulärer, organischer und emotionaler Ebene.

Der körpereigene Rhythmus ist gestört, die innere Balance nicht mehr im Gleichgewicht. Es kommt zu körperlichen und seelischen Beschwerden.

 

Was Stress-Symptome mit Krebs zu tun haben

Anfangs hatte ich den Vergleich mit den vielen Krebskrankheiten in Deutschland gebracht. Wir können hier noch einen Vergleich zum Krebs ziehen. Und zwar dauert es meistens sehr lange, bis jemand überhaupt merkt, dass im Körper ein bösartiger Tumor wächst. Bis zu einer gewissen Größe bekommst du davon nichts mit. Du denkst, alles ist ok. Aber der Tumor wächst stetig weiter.

Wenn du nichts unternimmst.

Ähnlich ist es mit den Stress-Symptomen.

Wenn du die Stress-Symptome und die Auslöser dafür nicht beachtest, nehmen sie zu. Und sie machen dir immer mehr zu schaffen. Aber erst in einer bestimmten Intensität wirst du die Anzeichen bemerken. Wenn du die Liste mit möglichen Stress-Symptomen durchliest, beachte folgendes:

Jeder von uns kennt diese Stress-Symptome. Es kommt auf die Intensität, die Häufigkeit und die Menge der Symptome an. Nur weil du z.B. nachts mit den Zähnen knirscht und dir ab und zu Sorgen machst, bist du noch lange nicht in Gefahr. Es kommt auf die Dosis an.

Gefahr erkennen wir dadurch, dass sich etwas verändert. Wenn eine Mutter mit einem Kleinkind plötzlich merkt, dass es ganz ruhig im Kinderzimmer ist. Dann wird sie hellwach. Oder wenn ein Geräusch immer lauter wird.

Für deine Stress-Symptome gilt: auffällig ist immer, wenn etwas in letzter Zeit zugenommen hat oder intensiver geworden ist.

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf gehe am besten einmal diese Liste durch und prüfe, wie viele dieser Anzeichen du bei dir spürst.

  • Welche Stress-Symptome merke ich an mir?
  • Sind diese Merkmale eher im Normalbereich?
  • Haben sich die Symptome in letzter Zeit verstärkt?

 Stress-Symptome unbedingt ernst nehmen

Mögliche Stress-Symptome

  • Schlafstörungen
  • Nervösität
  • Zähneknirschen
  • Ohrgeräusche, Tinitus
  • Zunehmende Ängste, Panikattacken
  • Mehr Kaffee, Rauchen, Medikamente
  • Das Gefühl, nicht abschalten zu können
  • Unkontrollierte Gefühlsausbrüche
  • Grübeleien, ständiges Denken, Gedankenspiralen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Magenschmerzen oder Darmprobleme
  • Verdauungsbeschwerden
  • Herzrasen
  • Sodbrennen
  • Hautausschläge
  • Bemerkungen von Freunden, dass du dich verändert hast
  • Keine Lust mehr auf bestimmte Dinge
  • Muskelverspannungen
  • Kein Appetit oder zu viel Heißhunger
  • Schwaches Immunsystem
  • Unkontrollierte Gefühlsausbrüche
  • Kleine Aufgaben werden zum Berg
  • Menschen werden dir immer anstrengender
  • Keine Lust mehr auf Sex
  • Depression
  • Burnout

 

Phase 4: Erholung

Damit die Stress-Symptome in einem gesunden grünen Bereich bleiben, ist die Phase der Erholung so wichtig.

Denn in dieser Phase holst du die verloren gegangene Energie zurück. Dein biologischer Organismus regeneriert sich und kommt wieder zu Kräften. Du wappnest dich für den nächsten Angriff. Bei meiner Begegnung mit dem (vermeintlich) todeswütigen Pudel ging das recht schnell.

Ich atmete ein paar Mal tief durch und sagte mir, dass vielleicht doch nicht jeder Hund lebensgefährlich ist. Schon war ich gewappnet für den nächsten Dackel, der hinter der nächsten Kurve auf mich wartete.

In anderen Fällen braucht es eine längere Erholung. Oder eine andere Art von Erholung. Auf jeden Fall ist diese Phase lebenswichtig. Sie kann dein Leben retten. Denn tatsächlich ist die Todesursache Nr. 1 zumindest im deutschsprachigen Raum das Herz.

Sehr oft geschwächt durch Stress und einen ungesunden Lebensstil sterben Menschen viel zu früh. Stresssymptome können die Länge deines Lebens erheblich verkürzen.

Aber Stress verkürzt nicht nur das Leben, sondern vermindert natürlich auch die Qualität. Dazu eine Geschichte zum Schluss:

Was der stöhnende Hund mit deinen Stress-Symptomen zu tun hat

Ein Hund sitzt stöhnend auf der Veranda des Hauses, während sein Herrchen im Garten arbeitet.

Der Nachbar kommt vorbei und sieht den Hund stöhnen.

Interessiert fragt er das Herrchen: „Sag mal, warum stöhnt denn dein Hund so?“

„Na“, antwortet der Hundebesitzer, „der sitzt auf seinem Schwanz. Und das tut natürlich ganz schön weh.“

„Ja, warum steht er denn dann nicht auf und setzt sich woanders hin?“, fragt der Nachbar.

„Nun, sooo weh tut es ihm auch wieder nicht“, bekommt er zur Antwort.

Viele Menschen sehen den Stress nicht als Gefahr. Aber sie stöhnen zumindest darüber, ohne etwas zu unternehmen. Und so stöhnen wir uns durch das Leben. Gestresst, genervt und doch fast süchtig nach mehr Stressoren. Verrückt, oder?

Wenn das passiert, dann haben wir uns aus dem gesunden Stress-Kreislauf verabschiedet. Anstatt uns oft genug zu erholen, gehen wir auf die nächsten Stressoren zu und die Spirale nach unten hat begonnen.

Bis wir irgendwann die Stress-Symptome schmerzhaft spüren.

Fatale Stress-Symptome

Wissenschaftlicher Test beweist: Stress-Symptome lassen sich schnell auflösen

Vor einigen Jahrzehnten führte ein Wissenschaftler einen Test durch. Er wollte herausfinden, wie Personen aus Dortmund, New York und einem afrikanischen Stamm im Sudan auf Lärm reagieren – also auf einen typischen alltäglichen Stressoren. Er setzte sie sehr starkem Lärm aus und löste dadurch eine Gefäßverengung aus.

Tatsächlich reagierten alle Personen körperlich gleich. Alle Testpersonen wurden blass, die Pupillen erweiterten sich und das Nervensystem spannte sich stark an.

Aber dann passierte etwas, mit dem der Wissenschaftler nicht gerechnet hatte. Bei den Menschen aus New York und Dortmund dauerte es eine ganze Weile, bis die Anspannung sich löste. Und die Symptome verschwanden auch nur bis zu einem gewissen Grad.

Die sudanesischen Eingeborenen allerdings erholten sich augenblicklich und vollkommen.

Der Grund war offensichtlich. Die Menschen aus dem Westen waren dermaßen überspannt, dass sie ständig vielen Stressoren und Geräuschen ausgesetzt sind.

Sie sind so lange überfordert, dass sie sich nicht so schnell von diesem besonderen Lärm erholen und entspannen konnten. Die Gefäße waren ständig verengt, Organe und Gewebe kämpften täglich mit Sauerstoffmangel.

Für die Menschen aus einem sehr ruhigen Gebiet im Sudan war der besondere Lärm ein außergewöhnlicher Stressor. Die Einwohner waren sonst viel mehr Ruhe, Entspannung und Gelassenheit gewohnt. Ihre Körper wiesen lange nicht so viele Stress-Symptome auf wie die Dortmunder und New Yorker.

Dieser Test zeigt: Es kommt darauf an, wie vielen Stressoren wir in welcher Intensität und Häufigkeit ausgeliefert sind. Je mehr, häufiger und intensiver die Stressoren, desto mehr, häufiger und intensiver sollte auch die Erholung sein.

 

Stress-Symptome radikal elimiieren

Wie du dich vor Stress-Symptomen schützen kannst

Du musst nicht aus Dortmund oder New York wegziehen, um dich vor zu viel Stress zu schützen. Du hast viele Möglichkeiten, wie du dein Leben erheblich ent-stressen kannst. Im Grunde kannst du an allen der vier Phasen ansetzen. Hier schon mal die ersten fünf Schritte.

 

1 Verstehe die Auslöser und Stressoren. Gefährlich sind nicht die Stressoren. Gefährlich ist, wenn wir unreflektiert alles an uns ranlassen und nichts filtern. Deshalb sei dir bewusst, welchen Impulsen du ausgesetzt bist.

Mache dir klar, dass du jeden Tag viele Stressoren zu verarbeiten hast. Und schau einmal genau hin, welche Impulse dich am meisten stressen. Je bewusster du dir dieser Auslöser bist, desto klüger kannst du reagieren.

 

2 Reduziere die Stressoren. Wie bei Finanzen sind es oft die vielen kleinen Ausgaben, die uns am Ende des Monats leer dastehen lassen. Deshalb schau, welche Geräusche, Ablenkungen oder sonstigen unnötigen Impulse du reduzieren kannst.

Besonders Sorgen, ungelöste Konflikte oder destruktive Glaubenssätze können sehr viel Stress in uns auslösen. Gehe solche Stressoren bewusst an und eliminiere sie. Wie, das erkläre ich auf dieser Webseite in anderen Artikeln oder in meinem Kurs.

 

3 Reagiere angemessen. Meine Reaktion bei der Hund-Begegnung war unangemessen. Ich habe mir den Stress selbst gemacht und hätte viel Cortisol einsparen können, wenn ich vorab schon eine andere Einstellung Hunden gegenüber hätte.

Unsere Reaktion hat also sehr viel mit unserer inneren Einstellung und Denkweise zu tun. Eigne dir also Methoden und Strategien an, wie du bewusst gelassen bleibst und entspannter denkst.

 

4 Erkenne die Stress-Symptome. Du hast viele Symptome schon dadurch von dir ferngehalten, indem du die Tipps 1-4 ernst genommen hast. Oder sagen wir: Du hast die Intensität dieser Symptome erheblich gesenkt. Trotzdem wirst du noch Symptome bei dir feststellen. Denn wir leben nun einmal in einer betriebsamen Zeit.

Nun stell dir einmal vor, du hast eine 14-jährige Tochter. Du liebst sie über alles. Eines Tages bringt sie einen 20-jährigen Mann mit nach Hause. Du weißt zufällig aus den Nachrichten, dass dieser Mann ein Menschenhändler ist und nichts Gutes mit deiner Tochter vorhat.

Würdest du dann trotzdem fröhlich erlauben, dass die beiden gleich miteinander in die Stadt gehen? Natürlich nicht – du würdest deine Tochter beschützen und die Gefahr sehr ernst nehmen.

Nun, unsere Stress-Symptome sind ebenfalls eine Art Nachrichtensprecher. Sie sagen uns: Vorsicht – hier ist Gefahr in Verzug. Unbedingt ernst nehmen. Auf die TV-Nachrichten kannst du getrost verzichten. Schon allein dadurch sparst du dir eine Menge Stress. 🙂

Aber auf diese inneren Nachrichten solltest du unbedingt achten. Hör immer wieder in dich rein und schau genauer hin. Denn nur, wenn du die Gefahr erkannt hast, kannst du auch etwas tun. Es geht schließlich um deine Tochter, sorry ich meinte um dein Leben.

 

5 Tanke neue Energie. Je mehr Stressoren du ausgesetzt bist und je ausgeprägter deine Stress-Symptome, desto mehr Erholung ist nötig. Noch mal: Diese vierte Phase der Erholung ist lebensnotwendig. Mit ein paar Stress-Übungen oder eine Woche Urlaub ist es nicht getan. Du brauchst regelmäßig kleine und größere Tankstellen, damit du zu einem echten Entspannungs-Helden wirst. Weil dieses Thema so wichtig ist, gibt es auch weitere Artikel auf dieser Webseite dazu.

 

6 Stärke deine Stress-Kompetenz. Zu jedem dieser fünf Punkte kannst du ganze Bücher und Seminare finden. Weil es eben so wichtig ist. Wenn du deine Stress-Symptome immer im grünen Bereich hältst, dann hat das eine Menge wunderbarer Auswirkungen.

Du fühlst dich entspannter und gelassener.
Deine Mitmenschen erleben dich positiver.
Du hast genügend Energie für dein ehrenamtliches Engagement.
Du bist den Herausforderungen des Lebens gewachsen.
Du gehst abends zufriedener und ausgeruhter ins Bett.

Es lohnt sich also sehr, dass du dran bleibst. Eigne dir unbedingt eine gute Stress-Kompetenz an.

Wenn du es noch nicht bist, dann komm in unsere Gemeinschaft der Entspannungs-Helden und Burnout-Besieger.Du brauchst dazu nur unten das kostenlose Ebook herunterladen und gelangst somit automatisch in unsere Community. Ich freu mich drauf.